Zur eingebrachten Idee fand Anfang März 2026 ein Gespräch statt. Beim Gespräch wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen erläutert.
Speziell wurde die Regelung zur wiederholten Abgabe von Medikamenten besprochen: § 4 Abs. 2 des Rezeptpflichtgesetzes (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10010351)
§ 4 Abs. 2. Sofern vom Verschreibenden auf dem Rezept für Arzneimittel nichts anderes vermerkt ist, darf die Abgabe fünfmal wiederholt werden. Die wiederholte Abgabe ist verboten, wenn das Arzneimittel aufgrund der gemäß § 1 erlassenen Verordnungen einer solchen Abgabebeschränkung (Wiederholungsverbot) unterworfen ist und der Verschreibende auf dem Rezept nicht ausdrücklich die wiederholte Abgabe angeordnet hat.
Dauer-Rezepte in vernünftigen Packungsgrößen
Von "Ideenbox"
Zum Projekt
Für absehbar langdauernde Behandlungen sollten Medikamente in vernünftigen Packungsgrößen verschreibbar sein.
Eine Verschreibungsmöglichkeit per e-Rezept ist dabei zwar eine Erleichterung, wenn das e-Rezept per Telefon angefordert werden kann, aber trotzdem nur der halbe Weg.
Offizielle Updates
Letztes Update: 5. März 2026
Veröffentlicht am 5. März 2026
Vielen Dank für die Idee! Wir melden uns in Kürze wegen eines Gesprächstermins!
Veröffentlicht am 27. Februar 2026
Kommentare(6)
Bitte , um kommentieren zu können.
Zuletzt Kommentare wurden geladen.
Profil von Thomas Tost
Gepostet von:Thomas Tost
vor 4 Wochen
Besonders schwierig wird es, wenn Ärzte und Primärversorgungszentren die Richtlinien noch strenger Auslegen als die Kassen um nicht negativ aufzufallen. Ich nehme viele Medikamente und mir werden oft kleinere Einheiten verschrieben als nötig und diese kleinen Packungen müssen dann von der Apotheke extra bestellt werden - und das bei z.B. Blutdruckmedikamenten.
Ich unterstütze die Initiative von Johann Hochreiter ausdrücklich und hoffe auf eine effizientere Verschreibung von Dauermedikamtenten.
Profil von Johann Hochreiter
Gepostet von:Johann Hochreiter
vor 3 Monaten
Wo man auf Geld und Aufwände schaut, redet man mittlerweile nicht mehr von Quartals-, sondern von Jahresrezepten:
https://www.aerzteblatt.de/news/warken-will-losung-bei-jahresrezepten-fur-chronisch-kranke-d614ad13-c8f0-401f-8fbc-a9c1a6b9a8a5
Profil von Johann Hochreiter
Gepostet von:Johann Hochreiter
vor 5 Monaten
Die Experten-Beantwortung der "Idee" ist vielleicht für Aussenstehende nicht leicht zu interpretieren, darum führe ich hier meine Interpretation der Antwort an:
Den lapidaren Verweis auf die Gesetzeslage deute ich so, dass die aktuelle Vorgehensweise des Dachverbandes als Ersteller/Eigentümer des Erstattungskodex nicht der Intention des Gesetzes entspricht (Aufsichtsorgan ist das Gesundheitsministerium).
Mein Ergebnis dieses Gesprächs ist eine nachdrückliche Forderung an den Dachverband, umgehend die Anzahl der verschreibbaren Originalverpackungen bei billigen Medikamenten auf das gesetzlich vorgesehene Ausmaß oder auf zumindest den typischen Quartalsbedarf zu erhöhen.
Ich habe nach dem Expertengespräch versucht, das Verhältnis des EKO zum Recht ein wenig einzuordnen und zu schätzen, wieviel Millionen Euro alle Bürger, welche ins Gesundheitssystem einzahlen, durch Quartals- Verschreibungen sparen würden. Versorgungssicherheit ist natürlich auch ein Thema.
Meine weiterführende Diskussion zu diesem Thema gibt es hier:
https://sarko.at/Themen-GOEG-IdeenBox/GOEG-Ideenbox.htm
Profil von Wolfgang Mähr
Gepostet von:Wolfgang Mähr
vor 6 Monaten
Besonders ärgerlich sind auch Großpackungen, die nicht oder nicht ausreichend erhältlich sind.
ZB Kreon 10x50 Hartkapseln oft nur einzeln erhältlich, statt 7,5€ Rezeptgebühr sind dann plätzlich 75€ fällig.
Profil von Johann Hochreiter
Gepostet von:Johann Hochreiter
vor 5 Monaten
@Wolfgang Mähr
Die 500 Stk-Packung steht ganz regulär im Erstattungskodex EKO.
Der Dachverband rühmt sich damit, bei der Packungsgrößenzulassung restriktiv zu sein, um damit die Liefersicherheit hoch zu halten, aber hier funktioniert es offenbar doch nicht.
Verständlich ärgerlich.
Und danke für den Hinweis!
Profil von Günther Wanke
Gepostet von:Günther Wanke
vor 6 Monaten
Für chronische seltene Erkrankung sehr hilfreich
beantwortet
beantwortet
66 Stimmen von 50 erforderlichen Stimmen
Teilen
Gepostet von
Themen
Digitalisierung und Entbürokratisierung im Gesundheitswesen > Unzweckmäßige Packungsgrößen bei Dauermedikation
